Brauche ich überhaupt einen professionellen Buchsatz?

Du hast dein Manuskript fertig. Vielleicht sogar schon ein wunderschönes Cover. Und jetzt steht plötzlich der Buchsatz auf deiner To-do-Liste.
Spätestens an diesem Punkt stellen sich viele Autor:innen dieselbe Frage:

Brauche ich dafür wirklich einen Profi – oder kann ich meinen Buchsatz auch selbst machen?

Die kurze Antwort lautet: Beides ist möglich.

Die etwas längere Antwort? Genau darum geht es in diesem Artikel.


Was bedeutet professioneller Buchsatz überhaupt?

Viele stellen sich unter Buchsatz vor, dass jemand den Text in ein Layoutprogramm kopiert und anschließend eine PDF exportiert.
Tatsächlich beginnt die Arbeit viel früher. In meinen anderen Artikeln spreche ich zum Beispiel darüber, was ein Buchsetzer den ganzen Tag macht und auf was es in einem professionellen Buchsatz ankommt. Aber hier bekommst du noch einmal die Kurzfassung.

Ein professioneller Buchsatz bedeutet unter anderem:

  • ein harmonisches Seitenbild

  • gut lesbare Schrift und Zeilenabstände

  • passende Seitenränder

  • saubere Kapitelanfänge

  • eine angenehme Typografie

  • optimierte Silbentrennung

  • Kontrolle von Seitenumbrüchen

  • druckfertige Dateien

Viele dieser Dinge fallen Leser:innen gar nicht bewusst auf. Und genau das ist das Ziel. Ein guter Buchsatz lenkt nicht von deiner Geschichte ab – sondern unterstützt sie


Wann lohnt sich ein professioneller Buchsatz?

Aus meiner Sicht gibt es ein paar Situationen, in denen sich professionelle Unterstützung besonders lohnt. Denn es gibt auch Autoren, die sich den Traum vom eigenen Buch nur für den privaten Rahmen erfüllen wollen und hier kann es durchaus reichen, wenn du dich selbst um das Layout deines Buches kümmerst.
Doch wenn du dein Buch wirklich verkaufen und ein hochwertiges Print veröffentlichen möchtest, oder dein Buch viele besondere Elemente enthalten soll, wie beispielsweise Chatverläufe, Briefe, Karten, Illustrationen oder dergleichen, sollte man über die Unterstützung eines Profis nachdenken.

Es gibt einen Punkt, der mir besonders am Herzen liegt, denn der wird meist unterschätzt. Ein professioneller Buchsatz kostet Geld, ja. Aber er spart dir auf lange Sicht Zeit und Nerven.


Zeit ist auch ein Kostenfaktor

Viele denken beim Buchsatz zuerst an den Preis. Denn er ist eine zusätzliche Investition, an die man denken sollte – neben Cover, Lektorat, Korrektorat, Sensitivity Reading usw.

Entscheidest du dich dafür, den Buchsatz oder andere Dinge selbst zu erledigen, hast du schnell das Gefühl, gespart zu haben. Aber dem ist oft nicht so. Denn deine Arbeit, die du in dein Buch steckst, egal in welcher Form, kostet Zeit. Und Zeit kostet ebenfalls.

Diese Zeit fehlt dir an anderer Stelle. Besonders das Marketing nimmt heutzutage enorm viel Raum ein und das darf und sollte man nicht vergessen.

Man sollte sich also immer zusätzlich die Frage stellen: wenn ich diesen einen Teil abgebe – wie viel Zeit für andere Dinge werden mir dadurch ermöglicht?


Und manchmal geht es einfach um das gute Gefühl

Ich glaube, dieser Punkt wird viel zu selten erwähnt. Kurz vor einer Veröffentlichung kreisen ohnehin unzählige Gedanken im Kopf.

Ist das Cover richtig? Sind noch Tippfehler drin? Habe ich an alles gedacht?

Wenn der Buchsatz in professionellen Händen liegt, fällt oft eine große Last von den Schultern. Denn man hat sich Jahre oder Monate mit seiner Geschichte beschäftigt und auch wenn man sie über alles liebt: eine Pause tut gut. Und gerade vor der Veröffentlichung kann sie dir helfen, durchzuatmen. Du kannst dich neuen Projekten widmen, an Marketingstrategien oder Content feilen. An Goodies oder deinem Shop.

Und manchmal ist es diese leise Gefühl, das einem gut tut.
Jemand schaut noch einmal mit Erfahrung auf das Buch, bevor es veröffentlicht wird.


Mein Rat an dich?

Triff die Entscheidung, die zu dir und deiner Geschichte passt.
Es wäre falsch, zu behaupten, dass jedes Buch einen professionellen Buchsatz zwingend braucht. Aber ich glaube fest daran, dass jede Geschichte den Buchsatz verdient, der ihr gerecht wird und sie glänzen lässt.

Sich Unterstützung von außen zu holen, ist keine Schwäche.

Wenn du dich unsicher fühlst, frag nach.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich beiße nicht. Wir können über deine Geschichte und deine Vorstellungen quatschen und ich kann dir beratend zur Seite stehen, sodass du die beste Entscheidung treffen kannst.

Wenn du dein Buch selbst setzen möchtest, unterstütze ich dich gern in Form eines BuchsatzChecks. Ich schaue mir dein fertig gesetztes Buch an und gebe dir Tipps, was du verbessern könntest, um das Beste herauszuholen.


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Die 10 häufigsten Fehler im Buchsatz – und wie du sie vermeiden kannst

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Was kostet professioneller Buchsatz? Ein Blick hinter die Kulissen